Holunder in der Küche
Holunder findet in vielfachen Rezepten große Beachtung und ist heute noch sehr beliebt. Dabei können nicht nur die Beeren, sondern auch die herrlich duftenden Blüten verarbeitet werden.

Holunder wächst an dem sogenannten Holunderbusch, der in wenigen Jahren bis zu 10 Meter Höhe erreichen kann.
Die weißen Blüten, die in der Zeit von Mai bis Juli blühen, sehen nicht nur wunderschön aus, sondern können in der Küche zu kleinen Köstlichkeiten verarbeitet werden.
Die beste Zeit für die Ernte der Holunderblüten ist ihre Blütezeit.
Die Blüten sollten allerdings behutsam abgetrennt und zügig verarbeitet werden.
In dieser Zeit werden auch Bienen von dem süßen Duft des Nektars angezogen.
Der daraus entstandene Holunderhonig ist lieblich-würzig und einzigartig im Geschmack.
Aus den Blüten gehen ab dem Sommer die Holunderbeeren hervor, die bis in den Oktober hinein geerntet werden können.
Dabei schneidet man am besten einen kompletten Fruchtzweig ab und zieht anschließend die einzelnen Beeren mit einer Gabel ab.
Aber Vorsicht gilt es bei der Verarbeitung: Denn die schwarz-violetten Holunderbeeren hinterlassen unschöne Flecken, daher sollte man immer eine Schürze und Handschuhe tragen.
Gesundheitsfördernde Aspekte
- Holunder wird seit vielen Jahrhunderten sehr geschätzt, was mitunter an seinen reichhaltigen Inhaltsstoffen wie Vitamin C und Kalium liegt.
- Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Holunderstrauch in vielen Sagen Einzug hält.
- Er sollte das Haus und seine Bewohner vor bösen Hausgeistern und Blitzeinschlägen schützen.
- Holunder wird seit alters zur Bekämpfung von Erkältungen, Fieber sowie zur Stärkung des Immunsystems und zur Entschlackung eingesetzt.
- Roh sind die Blätter, Rinde und unreife Beeren leicht giftig und können Übelkeit und Erbrechen verursachen.
- Der darin enthaltene Giftstoff Sambunigrin wird jedoch bei einer Temperatur von über 77 °C zersetzt, daher sollte man Holunder vor dem Verzehr immer erhitzen.
Was wird aus Holunder hergestellt?

Insbesondere der eingekochte Holundersirup ist seit geraumer Zeit sehr beliebt, da er eine wesentliche Zutat für das Kultgetränk „Hugo“ darstellt.
Der Sirup schmeckt besonders gut, wenn er selbst eingekocht ist.
Dafür werden die geöffneten Holunderblüten mit Wasser und Zucker über Nacht zugedeckt und das Zuckerwasser anschließend eingekocht.
- Tipp: Schritt für Schritt Anleitung zur Herstellung von Holunderblütensirup.
Weiters können natürlich gebackene Holunderblüten oder Holunderblüten Joghurt, zubereitet werden.
- Zum Video: Gebackene Holunderblüten
Aus den fruchtigen Beeren kann auch ein Holunderbeersaft hergestellt werden, der in dekorierten Flaschen ein willkommenes Mitbringsel bei Freunden und Verwandten sein kann.
Um einen sommerlichen Geschmack zu erhalten, kann etwas Holundersaft in Eiswürfelbehälter eingefroren und portionsweise zu Mineralwasser hinzugefügt werden.
Wer es ausgefallener mag, kann aus den Holunderbeeren Sirup, Holundergelee, Holundermarmelade, Schnaps oder sogar Essig zubereiten.
Besonders wohltuend ist bei Fieber und Erkältungen ein frisch aufgebrühter Holunderblütentee, den man auch fertig zubereitet in der Apotheke kaufen kann.
Weitere Rezepte
- Hollerkoch
- Holundermarmelade
- Gebackene Holunderblüten
- Holundersuppe
- Holunderbeerentorte
- weitere Holunder Rezepte
Fazit
Holunder verzaubert einen nicht nur im Frühjahr mit seinen weißen Blüten, sondern ist eine wahre Gesundheitsbombe, die in der Medizin als auch in der Küche nicht mehr wegzudenken ist.
Die vielen Köstlichkeiten, die man mit Holunder herstellen kann, erfreuen sich großer Beliebtheit, die man mittels verschiedener Möglichkeiten haltbar machen und somit auch im Winter genießen kann.