Rote Rübe bringt Farbe auf den Teller
Die Rote Rübe gehört nicht gerade zu den beliebtesten Gemüsesorten, aber wohl zu denen, die am meisten unterschätzt werden. Viele kennen sie nur sauer eingelegt aus der Kantine und verschmähen sie aus diesem Grund, ohne zu wissen, wie vielseitig und schmackhaft diese Rübe sein kann.

Die Rote Rübe, die auch Rote Bete, Ranne oder Rande genannt wird, gehört zu den Rübengewächsen und ist mit Mangold und der Zuckerrübe verwandt.
Ihr hoher Gehalt an Vitamin A, C und K, Eisen, Calcium und Folsäure machen sie zu einem der gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Die Inhaltsstoffe wirken unter anderem blutdrucksenkend, entzündungshemmend und blutreinigend und stärken das Immunsystem.
Info: Außerdem enthält die rote Rübe auf 100 Gramm gerade einmal 41 kcal.
So kommt man mit dem klassischen Wintergemüse (Hauptsaison liegt zwischen Oktober und März) fit durch die kalte Jahreszeit. Eine Rote Rüben Suppe hat man nicht alle Tage und bringt Abwechslung und Farbe in den grauen Herbstaltag.
Einkauf und Verarbeitung
Die Rote Rübe ist eine bauchige, rote Knolle, die sich für Suppen, Salate oder als Beilage eignet. Ihr Geschmack wird meist mit süß und erdig beschrieben.
Beim Einkauf sollte man lieber zu den kleineren Rüben greifen mit einer unversehrten Schale, da die großen und dicken Knollen oft holzig sind.
Zur Zubereitung wird die Knolle zuerst ungeschält für 30 bis 40 Minuten in Salzwasser gekocht (bei mittlerer Temperatur) bzw. weich gegart. Dabei ist es wichtig, dass die Schale nicht entfernt beziehungsweise beschädigt wird, da der Gemüsesaft sonst ausläuft und die Knolle ihre kräftige Farbe verliert. Nach dem Garen kann die Rübe geschält und weiterverarbeitet werden.
Tipp: Zum Schälen ist das Tragen von Handschuhen und einer Schürze ratsam, denn die Rote Bete macht ihrem Namen alle Ehre und färbt sehr intensiv rot. Nicht umsonst wird der Farbstoff der Rübe, Betanin, als Lebensmittelfarbstoff beispielsweise in Erdbeereis oder Fruchtjoghurt verwendet. Heißes Wasser oder auch Zitronensaft helfen gegen Farbflecken in der Kleidung.
Lagerung von Rote Rüben:
- Im Kühlschrank hält sich die Knolle, eingewickelt in Zeitungspapier, ca. 2-3 Wochen.
- Wenn man die Knolle in einer Kiste mit Sand bedeckt und diese kühl und dunkel lagert, halten sie sich zwischen 3-4 Monate.
- Natürlich kann man die bereits fertig, gekochten und geschälten Knollen auch einfrieren – halten sich bis zu 8 Monate im Kühlfach.
- Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen der gekochten roten Rüben in einem Essigsud aus Weinessig, Wasser, Salz und Zucker – so bleiben sie auch 4-6 Monate haltbar.
Ideen für die Küche

Die bekanntesten Speisen mit Roten Rüben sind der russische Eintopf Borschtsch und das norddeutsche Labskaus.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche köstliche Rezepte, von Risotto mit Roten Rüben über gebackene Rote Bete bis hin zu Süßspeisen wie Maracuja-Gelee mit Rote Bete oder Rüben gepaart mit Schokoladenkuchen.
Unsere Rezept-Tipps:
- Rohnen-Chips
- Rote Rüben Risotto
- Roter-Rüben-Salat
- Rote-Rüben Carpaccio
- Rote Rüben Gnocchi
- Hummus mit roten Rüben
- uvw.
Grundsätzlich können die Rüben gekocht, gebraten oder gebacken oder natürlich als Rohkost zubereitet werden. Vor allem kräftige Gewürze passen zu der Knolle, beispielsweise Kreuzkümmel oder Anis, Schärfe durch Chili oder Meerrettich tun ihr auch sehr gut. Auch mit der Säure von Orangen oder Johannisbeeren lassen sich gut mit Roten Rüben kombinieren.