Verschiedene Länder, verschiedene Weihnachtskekse
Was wäre die Weihnachtszeit ohne köstliche Weihnachtskekse, ob himmlisch süße Vanillekipferl oder würziger Lebkuchen, alleine schon der Geruch aus der Weihnachtsbäckerei lässt die Vorfreude gewaltig ansteigen. Doch was findet man in anderen Ländern in den Keksdosen?

Überall, wo Weihnachten gefeiert wird, verkürzt man sich die Wartezeit auf das Fest gerne mit süßem Gebäck: Daher blicken wir mal in die Keksdosen anderer Länder.
In Österreich bringt bekanntlich das Christkind die Geschenke, in Schweden war es der Julbock bis er vom Weihnachtsmann abgelöst wurde, und in Spanien sind die Heiligen Drei Könige die Gabenbringer.
So unterschiedlich wie die Bräuche regional rund um die Geburt Christi sind, sind es auch die Geschmäcker und somit die Weihnachtsbäckereien.
Die Favoriten der Österreicher:
Schweden - Lucia, Knut und Pepparkakor
Weihnachten in Schweden beginnt praktisch bereits mit dem Einzug der Lichterkönigin Lucia am 13. Dezember und endet mit dem 13. Jänner, dem St.-Knuts-Tag, wenn die Christbäume aus dem Fenster geworfen werden.
Zwischendurch naschen die Schweden gerne Julkuchen, einen Mandelkeks-Doppeldecker der mit Ribiselmarmelade gefüllt ist.
Beliebt sind auch Lebkuchen, allerdings heißen sie hier Pepparkakor.
Außer dem namensgebenden Pfeffer stecken weiters Kardamom, Ingwer, Nelken, Piment Muskatnuss und Koriander in dieser Leckerei.
Griechenland - Süße Belohnung für Weihnachtslieder

In Griechenland ziehen am Vormittag des 24. Dezember Kinder von Haus zu Haus und singen sogenannte Kalendas.
Mit diesen Liedern kündigen sie die Geburt Jesu an und werden dafür mit Süßigkeiten, beispielsweise mit Kourambiedes belohnt.
Diese Kekse mit gehackten, gerösteten Walnüssen werden mit viel Staubzucker versehen.
Walnüsse sind auch eine wichtige Zutat für Melomakaronas.
Sie werden allerdings nach dem Backen in einen Sirup aus Honig, Zimt, Zucker und Orangenschalenabrieb getunkt.
Italien & Spanien - Am liebsten mit Mandeln
La Befana, die gute Weihnachtshexe, ist in Italien in der Nacht vom 5. auf 6. Jänner auf der Suche nach dem Jesukind unterwegs.
Auf ihrer Reise legt sie Süßigkeiten in die Schuhe und Socken, die Kinder für diesen Zweck bereitstellen.
Unartige Kinder bekommen Carbone Dolce, also Kekse, die wie Kohle aussehen, für die braven Kinder bringt La Befana zum Beispiel Mandelkekse, die beliebten Amaretti.
Auch In Spanien schätzt man Mandeln als Zutat für Weihnachtsgebäck.
Eine typische Nascherei für die iberische Halbinsel ist Turron.
Das ist köstlicher Nougat mit ganzen Mandeln zwischen zwei Oblaten.
Australien - Naschwerk aus Down Under

Wie im angloamerikanischen Raum üblich, begeht man auch in Australien Weihnachten mit gefülltem Truthahn und Geschenken von Santa Claus.
Allerdings wird Santa beim Verteilen der Gaben ordentlich ins Schwitzen kommen, herrschen am anderen Ende der Welt zu Weihnachten doch hochsommerliche Temperaturen.
Die regionale Spezialität in Down Under sind die Anzac-Weihnachtskekse mit Haferflocken und Kokosraspeln.
Anzac steht für Australian and New Zealand Army Corps, weil diese Kekse ursprünglich zur Stärkung für die australischen und neuseeländischen Truppen gebacken wurden.
Fazit - Weihnachtliche Keksreise
Auch, wenn man gerade im Advent gerne Traditionen und alte Bräuche pflegt, lohnt es sich, bei der Weihnachtsbäckerei einmal über den Backblechrand zu schauen.
Vanillekipferl & Co haben bestimmt nichts gegen internationale Gesellschaft einzuwenden.
Zudem bieten Kekse aus anderen Ländern Stoff für interessante Geschichten über deren Herkunft und dortige Weihnachtsbräuche.
Was generell für selbst gebackene Kekse spricht:
- Sie schmecken immer besser als die gekauften.
- Beim Backen kommt die Familie zusammen.
- Man weiß genau, was drinnen ist.