Sanddorn, die absolute Powerfrucht
Der wild wachsende Sanddorn gilt in Österreich bereits regional als gefährdet, dabei kann man ihn dank seiner Inhaltsstoffe zu regionalem Superfood zählen. Doch mittlerweile besinnen sich wieder Viele auf das gesunde Wildobst und holen es zurück in ihre Gärten.

Sanddorn war ursprünglich als Wildobststrauch nur in Nepal heimisch.
Von dort aus verbreitete er sich über weite Teile Asiens bis nach Europa, wo er nun hauptsächlich als Kultursanddorn vorkommt.
Die Eigenschaften des Sanddorns
- Der Sanddornstrauch hat schmale silbergraue Blätter und spitze Dornen.
- Seine kleinen orangefarbenen Beeren haben einen erfrischenden säuerlichen Geschmack und enthalten sehr viel Vitamin C.
- Mit seinem ausgeprägten Wurzelwerk verschafft sich der Sanddorn ausreichend Halt auf leichten sandigen Böden, insbesondere in Küstenregionen, auf Schotterebenen im Gebirge und auf Kiesböden in Flussauen.
Ist der Sanddorn gesund?
Kaum in einer anderen Frucht stecken so viele gesunde Inhaltsstoffe wie im Sanddorn.
Er enthält eine Reihe essenzieller Mineralstoffe, Proteine, Flavonoide und wertvolle Vitamine.
Sanddorn enthält neben Vitamin A und B-Vitaminen rund zehnmal so viel Vitamin C wie eine Zitrone.
Die Frucht hat mehrere positive Wirkungen auf den Organismus.
Das sind:
- Schutz vor Arteriosklerose
- Schutzfunktion für das Lebergewebe
- Antioxidative Wirkungen, die zum Zellschutz beitragen
Verschiedene Sanddorn Sorten
Das Vorkommen bestimmter Sanddornsorten ist regional unterschiedlich.
Die Sorten unterscheiden sich in ihrer Wuchshöhe und im Reifezeitpunkt der Früchte.
Alte Sanddornsorten weisen meist eine höhere Resistenz gegen Schädlingsbefall oder ungünstige Witterungsbedingungen auf.
Alte Sorten zu pflanzen, ist besonders wichtig, um eine hohe Biodiversität zu erhalten.
Die Verwendung des Sanddorns in der Küche

Sanddornmarmelade
Sanddornmarmelade lässt sich leicht aus frischen Früchten kochen.
Dazu werden die Sanddornbeeren mit etwas Wasser zu Mus gekocht, durch ein Sieb gestrichen und anschließend mit Gelierzucker und Zitronensaft noch vier Minuten lang aufgekocht.
- Rezept: Sanddornmarmelade
Ananas-Orange-Sanddorn-Drink
Ein fruchtiges Erfrischungsgetränk ist der Ananas-Orange-Sanddorn-Drink.
Ananasstücke werden mit Joghurt, Nüssen, Sanddorn-Orangen-Fruchtaufstrich und Vanillezucker in einem Mixer püriert und mit Mineralwasser aufgefüllt.
Sanddorn-Orangen-Essig
Sanddorn-Orangen-Essig ist ganz einfach selbst zu machen und eignet sich auch gut als Geschenk.
Die Sanddornbeeren dazu mit abgeriebener Orangenschale und Honig in einem Einmachglas verrühren, bis sie aufplatzen.
Die Mischung mit Weißweinessig verrühren und 3 Wochen lang stehen lassen.
- Rezept: Sanddorn-Orangen-Essig
Wann ist der Sanddorn reif?
Je nach Sorte sind die Sanddornbeeren zwischen Mitte August und Ende September reif für die Ernte.
Frühreifende Sorten sind:
- Frugana
- Askola
Später reifen die Sorten:
- Orange Energy
- Leikora
- Hergo
Ist der Sanddorn winterhart?
Sanddorn ist an kalte klimatische Zonen angepasst und daher winterhart.
Er übersteht Temperaturen bis zu minus 43 Grad Celsius.
Sanddorn pflanzen und pflegen

- Sanddornbeeren reifen nur an den weiblichen Büschen.
- Es ist darauf zu achten, dass neben bis zu fünf weiblichen, mindestens ein männlicher Sanddornstrauch gepflanzt wird.
- Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch den Wind.
- Es empfiehlt sich, die Sträucher mit einer Rhizomensperre zu versehen.
- So verhindert man eine zu starke Ausbreitung der Sträucher im Garten durch Ableger, die sich aus Wurzelausläufern bilden.
- Im ersten Jahr noch der Pflanzung kann man die Sanddornbüsche mit Hornmehl düngen, danach reicht eine Zufuhr von Kompost im Zweijahresrhythmus aus.
Fazit

Sanddorn ist ursprünglich Wildobst aus Nepal, das sich über Asien bis nach Europa verbreitete.
Heute gibt es mehrere Sorten des Kultursanddorns, die zwischen Mitte August und Ende September reifen.
Sanddorn ist wegen seiner gesunden Inhaltsstoffe und des hohen Vitamin-C-Gehalts eine sehr wertvolle Frucht.
Die Sträucher sind anspruchslos, sehr pflegeleicht und überstehen im Winter Minusgrade.