Ringlotten, eine edle Pflaumengattung
Ringlotten werden gerne mit Mirabellen und Kriecherl verwechselt, da sie sich sehr ähnlich sehen. Was auch kein Wunder ist, da sie alle zur Pflaumengattung gehören. Die Ringlotte an sich, ist eine veredelte Unterart der Zwetschke und schmeckt herrlich süß. Aus ihr lassen sich viele Köstlichkeiten in der Küche zaubern.

Die Ringlotte ist eine echte Edel-Pflaume, die mit kleinen kugeligen Früchten überrascht, die gelbgrün sind.
Sie schmecken wunderbar süß. Verzehrt werden sie frisch, lassen sich aber auch zu Marmelade verarbeiten.
Sind Ringlotten, Kriecherl und Mirabellen das Gleiche?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet.
Und sie gehören auch alle zur Gattung Prunus.
Es handelt sich aber um verschiedene Unterarten der Zwetschke, die jedoch leicht zu verwechseln sind, da sie sich in ihrer kugeligen Form doch sehr ähneln.
- Kriecherl: unveredelte Wildobstsorte mit gelben, blauen oder roten Früchten
- Ringlotte: veredelte Sorte mit hellgrünen oder selten rotblauen Früchten
- Mirabelle: veredelte Sorte mit gelben Früchten
Wo in Österreich wachsen Ringlotten?
Angebaut werden die wärmeliebenden Ringlotten ressourcenschonend und nachhaltig in Weinbaugebieten, also vor allem in Ostösterreich.
Sie regional und saisonal im Sommer auf dem Markt zu kaufen, garantiert perfekte Fruchtreife.
Sind Ringlotten gesund?
Das regionale Steinobst hat einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien.
So können die Ringlotten ihren Teil zu einer gesunden Ernährung beitragen.
Verwendung der Ringlotten in der Küche

Ringlottenmarmelade
- Ringlotten lassen sich zu einer köstlichen Marmelade verarbeiten.
- Dazu müssen die Früchte entkernt und mit dem Stabmixer püriert werden.
- Die Masse wird mit Gelierzucker vermengt, für einige Minuten gekocht und dann in sterile Gläser abgefüllt.
- Es empfiehlt sich, vorab eine Gelierprobe zu machen.
- Wer mag, kann die Marmelade mit etwas Zimt verfeinern.
- Ist die Ernte groß, lässt sich ein Vorrat für den Winter anlegen.
- Rezept: Ringlotten-Marmelade
Ringlottenknödel
- Auch für Knödel lassen sich die süßen Früchte verwenden.
- Die Knödel werden wie gewohnt aus Grieß und durchgedrückten Erdäpfeln zubereitet.
- Jeweils eine entsteinte Ringlotte wird beim Formen der Knödel in den Teig gedrückt, die dann für 15 Minuten im Wasser köcheln müssen.
- Anschließend werden sie in gerösteten Bröseln gewälzt und sofort serviert.
- Rezept: Ringlottenknödel
Ringlottencreme
- Ausgesprochen lecker schmeckt eine Ringlottencreme.
- Hierfür werden entkernte und klein geschnittene Ringlotten zusammen mit Wein, Zucker und Zimt weich gekocht und anschließend püriert.
- Ist das Püree abgekühlt, wird es mit Joghurt vermengt und in Gläser oder Schälchen gefüllt.
- Das sommerliche Dessert sollte gekühlt serviert werden, dann ist es eine echte Erfrischung.
- Rezept: Ringlottencreme
Wann sind die Ringlotten reif?
Die Erntezeit beginnt Ende Juli oder Anfang August und reicht bis in den September hinein.
Die Haupterntezeit liegt also im Hochsommer.
Jetzt sind die Früchte am aromatischsten und wunderbar süß.
Sind Ringlotten winterhart?

- Die edle Zwetschke bevorzugt ein mildes Klima, denn sie ist nur bedingt winterhart.
- Vor allem ein frisch gepflanzter Baum muss vor Frostschäden geschützt werden.
- Das kann durch einen Kalkanstrich erfolgen.
- Ein Vlies, das um den Stamm gewickelt wird, hat ebenfalls eine schützende Wirkung.
Was gibt es zu beachten?
Ringlotten im eigenen Garten anzubauen, ist nicht schwer, wenn die Ansprüche, die der Baum hat, erfüllt werden.
Wird nur ein Baum gepflanzt, sollte es eine selbstbefruchtende Sorte sein.
- Standort: warm und windgeschützt
- Boden: durchlässig
- Düngergaben: Kompost im Frühjahr und nach der Blüte
- Pflege: während längerer Trockenperioden ausreichend gießen
- Schnitt: Erhaltungsschnitt nach der Ernte
Fazit

Die Ringlotte ist eine veredelte Zwetschke mit süßem Geschmack.
Die gesunden Früchte eigenen sich zum Rohverzehr, für Marmeladen und süße Speisen.
Ein Anbau im Garten lohnt sich nur, wenn der Standort warm und windgeschützt ist.