Pilz und Spinat nochmals aufwärmen?
Bereits unsere Großmütter haben davor gewarnt, Spinat und Pilze wieder aufzuwärmen und damit eine unumstößliche Regel für den Umgang mit diesen Lebensmitteln aufgestellt. Doch im Laufe der Jahre wird sich jeder Mensch schon das ein oder andere Mal die Frage gestellt haben, was an dieser Theorie tatsächlich daran ist.

Dürfen Spinat und Pilze wirklich niemals aufgewärmt werden?
Tatsächlich ist es in unserer heutigen, modernen Zeit überhaupt kein Problem, Spinat oder Pilze wieder aufzuwärmen.
Voraussetzung für den unbedenklichen Genuss bereits einmal zubereiteter Spinat- oder Pilzgerichte ist allerdings die richtige Lagerung der Lebensmittel:
Daher gilt für übrig gebliebenen Spinat oder restliche Pilze die wichtige Regel, die nach dem Kochen gut ausgekühlten Lebensmittel luftdicht zu verpacken und sie im Kühlschrank zu lagern.
Die niedrigen Temperaturen verlangsamen bzw. verhindern eine Ausbreitung von schädlichen Bakterien und Mikro-Organismen und garantieren einen unbedenklichen Genuss der übrig gebliebenen Reste, auch wenn sie noch einmal aufgewärmt werden.
Jedoch sollte man die Speisen auch nicht länger als 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn man die Speisen sofort nach dem Kochen (und Abkühlen) einfriert, sind Spinat- und Pilzgerichte auch mehrere Wochen haltbar, verlieren aber ein wenig an Geschmack.
Wichtig: Um absolut sicher zu gehen sollte die Aufwärm-Temperatur bei Spinat- oder Pilzgerichten über 65 Grad liegen, damit möglich Krankheitserreger auch wirklich abgetötet werden.
Woher kommt dieser Ernährungsirrtum?

Der Mythos wieder aufgewärmte Pilze oder Spinat könne zu schlimmsten Vergiftungserscheinungen führen, stammt aus alten Zeiten, in denen es noch nicht zur Standardeinrichtung eines jeden Haushalts gehörte, über einen Kühlschrank zu verfügen.
Stattdessen wurden zu Großmutters Zeiten übrig gebliebene Lebensmittel auf der kühlen Kellertreppe gelagert, was für die meisten Lebensmittel auch unbedenklich möglich war.
Doch in einem aufgewärmten Spinat ist Nitrat enthalten, das sich in warmer Umgebung aufbewahrt, schnell in das gesundheitsgefährdende Nitrit verwandelt.
Bei Pilzgerichten drohte in früheren Jahren die Ausbreitung von Schimmelsporen, die sich durch die Lagerung an warmen Orten ungehindert vermehren konnten.
Zu der damaligen Zeit waren also die besagten Regeln durchaus begründet und verhinderten eine ernstzunehmende Erkrankung der Familie.
Fazit
Wer hygienisch in der eigenen Küche arbeitet und einen vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln hegt, hat also auch bei der nochmaligen Erwärmung von Spinat oder Pilzen keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten, vorausgesetzt die Lagerhaltung der Lebensmittel stimmt!