Hallo Hermann! Ein Sauerteig mit Wanderlust
Hermann bzw. der Hermann-Teig mit seiner eigenen liebevollen Pflegeanleitung, erscheint alle paar Jahre wieder in unseren Küchen. Dieser selbstgemachte Weizensauerteig, um den man sich gut kümmern muss, damit er gedeiht und fröhlich vor sich hinblubbert, geht anschließend auf Wanderschaft. Doch mehr darüber in diesem Artikel.

Hermann, bzw. ein Hermann-Teig ist selbstgemachter Weizensauerteig, der nach einiger Zeit der Pflege und Fütterung mit einer eigenen Pflegeanleitung an Familienmitglieder und Freunde weitergegeben wird.
Gerade für Kinder ist es ein enormer Spaß ihren Hermann täglich zu füttern, ihm beim Blubbern zuzusehen um ihn dann am Ende selbst genießen zu können.
Wer oder was ist Hermann?
Hermann war in den 1990er Jahren ein beliebter Weizensauerteig.
Das Besondere an einem Hermann-Teig ist, dass man den Teig nach der Herstellung an Familienmitglieder oder Freunde weitergeben kann.
Der Weizenmehl-Sauerteig ist süß und enthält kleine Mikroorganismen (Kulturen), die sich bei der richtigen Pflege vermehren können.
Dazu muss der Teig „gefüttert“ werden. Aus einem Hermann-Tag kann man Brötchen, Brot und Kuchen backen.
In den folgenden Abschnitten wird der Hermann-Teig näher beschrieben.
Wie setzt man einen Hermann-Teig an?
Das Rezept für das Ansetzen eines Hermann-Teigs ist relativ simpel.
Mit den richtigen Zutaten und der passenden Pflegeanleitung kann man sich schon nach zwei Tagen über einen frischen Weizensauerteig freuen.
Der Teig kann dann eingefroren und an Familienmitglieder verschenkt werden.
Für den Hermann-Teig benötigt man:
- Weizenmehl
- Zucker und Trockenhefe
- Warmes Leitungswasser
- Ein Gefäß aus Plastik zum Anrühren des Teigs (das Gefäß sollte einen Deckel haben)
- Rezept: Hermann-Teig Grundansatz
Wie füttert man einen Hermann richtig?
Hermann-Teig muss, ob selbstgemacht oder von Familienmitgliedern oder Freunden geschenkt, richtig gepflegt werden.
In diesem Abschnitt wird die Pflegeanleitung genau beschrieben:
- Nach dem Anrühren muss der Hermann-Teig für 48 Stunden ruhen.
- An den folgenden drei Tagen sollte die Masse mit einem Stab umgerührt werden.
- Am fünften Tag gibt man Milch, Zucker und Weizenmehl in das Gefäß.
- An den folgenden vier Tagen sollte die Masse erneut umgerührt werden.
- Am zehnten Tag wird der Teig erneut mit Milch, Zucker und Weizenmehl „gefüttert“.
- Jetzt kann ein Teil verwendet oder eingefroren und die restlichen drei Teile weitergegeben oder verschenkt werden.
Pflegeanleitung downloaden [PDF]
Hermann geht auf Reisen

Mit der richtigen Pflegeanleitung geht der Hermann-Teig nach dem zehnten Tag auf Reisen.
Man kann die übrigen Teile mit der richtigen Pflegeanleitung an Familienmitglieder und Bekannte verschenken.
Was kann man aus Hermann-Teig backen?
Hermann-Kuchen
- Für den Hermann-Kuchen benötigt man den angesetzten Teig, Weizenmehl, Eier, Öl, Milch, Zucker, Salz, Backpulver und Vanillezucker.
- Wer mag, kann noch Schokostreusel oder Mandeln in den Teig geben.
- Alle Zutaten kommen in eine Kuchenform und backen bei 180 Grad Celsius.
- Rezept: Hermann-Kuchen
Hermann-Brot
- Für das Hermann-Brot benötigt man neben dem Teig Weizenvollkornmehl, Weizenmehl, Frischhefe, Salz und Wasser.
- Die Zutaten werden zu einem lockeren Teig verrührt und dann in den Ofen gegeben (ca. 180 Grad Celsius für knapp eine Stunde).
- Rezept: Hermann-Brot
Kann man einen Hermann-Teig einfrieren?

Nach dem Anrühren kann der Hermann-Teig auch im Gefrierfach eingefroren werden.
Es ist wichtig, dass der Teig frisch ist.
So hält er sich bis zu zwölf Monate im Gefrierfach.
Für den Teig gibt es passende Gefrierbeutel oder -boxen.
Was gibt es zu beachten?
- Für das Anrühren sollte ein Gefäß und ein Löffel aus Plastik verwendet werden.
- Metall sorgt dafür, dass sich die Mikroorganismen im Teig nicht vermehren können.
- Zudem sollte das Gefäß nach dem Anrühren, Umrühren und Füttern verschlossen werden, jedoch nicht zu fest, damit die Gärgase entweichen können.
Fazit
Hermann-Teig ist vielfältig und besonders einfach herzustellen.
Mit der richtigen Pflegeanleitung kann man auch der Familie oder Bekannten eine kleine Freude bereiten.
Aus dem Teig kann man köstliches Brot oder Kuchen herstellen.