Xocolatl - Das erste Kakaogetränk der Menschheit
Heiße Schokolade, ein wahres Seelenfutter an kühlen Tagen, doch ursprünglich war sie ein Zeremoniengetränk der Mayas und Azteken. Xocolatl nannte man das schamanische Kakaogetränk, dass noch ohne Milch getrunken, dafür mit Chili und anderen Gewürzen verfeinert wurde.

Schokolade - Labsal für Zunge, Seele und Wohlbefinden.
Allein die Vorstellung weckt Lust: Bei kühlem Wetter eine heiße Schokolade mit einem Krönchen aus Schlagobers genießen, im Sommer eine eiskalte Köstlichkeit aus Milch, Zucker und Kakao schlecken - pures Wohlgefühl.
Das heilige Getränk der Mayas und Azteken
- Was dem Christentum der Wein als Symbol für das Blut Christi war, fand sein Gegenstück bei den Mayas und Azteken in einem leicht berauschenden Getränk aus gemahlenen Kakaobohnen, dem Xocolatl.
- Genossen wurde es allerdings nur von den Würdenträgern der Frühvölker, etwa bei schamanischen Kultzeremonien oder großen Festen.
- Es stärkte Krieger im Vorfeld von Kampfhandlungen, mit der gedörrten Kakaobohne als Beigabe reisten die Toten ins Jenseits.
Xocolatl? Mmmh - Wie entsteht das eigentlich?
Mit Zimt, Vanille, Nelke oder Chili in heißem Wasser verrührt, kommt das Getränk gänzlich ohne Milch und Zucker aus.
Dagegen bunkert es in seinem Innern reichlich Vitamine, Mineralien und Antioxidantien.
Ein gesundes Labsal, das auch im Ruf steht, die Libido zu beflügeln
Was sagt uns der Name?
- Der ursprüngliche Name verweist bereits verdächtig auf unsere Schokolade, deren unzählige und vielfältige Erscheinungsformen wir heute nur allzu gerne vernaschen.
- Direkt vergleichbar sind beide miteinander verwandten Formen allerdings nicht.
- Unsere heutigen, weitgehend entölten Zuckerbomben sind in ihrer Mischung mit Milchpulver und Fett längst nicht mehr so prall-gesund wie wir uns das uralte Kultgetränk aus präkolumbischer Zeit vorstellen dürfen.
Der Kakaobaum und sein Samen

Der Kakaobaum (Theobroma cacao) gehört zur der Familie der Malvengewächse.
Die leicht berauschende Wirkung der aus der zitronenähnlichen Kakaofrucht gewonnenen und zermahlenen Samen, wurde wie ein natürliches Aufputschmittel genutzt.
Wie wird aus dem Samen Kakaopulver?
- Die Früchte, die direkt am Stamm wachsen, enthalten die kostbaren Bohnen, die nach ihrer Fermentierung lange getrocknet, dann geröstet und zu einer Masse zermahlen werden.
- Dabei löst sich der feine Geruch, der uns an Schokolade so betört.
- Je länger man der Bohne zu trocknen erlaubt, desto kräftiger ihr Aroma und desto satter ihre Farbe.
Welche Kakaosorten gibt es?
Ähnlich wie bei den Kaffeebohnen, sorgen verschiedene Sorten für unterschiedliche Aromen innerhalb einer Palette von vier prinzipiellen Grundarten:
- Criollo
- Forastero
- Trinitario
- Arriba Nacional
Aus diesen entwickelten sich weitere Aromen-Spielarten.
Spürt man ihren Eigenarten auf der Zunge nach, öffnen sich die Geschmacksknospen.
Welche Inhaltsstoffe hat Kakao?
- Doch Kakao garantiert nicht nur reinen Genuss.
- Hoch geschätzt wird sie ebenso wegen ihrer grandiosen gesundheitlichen Wirkung.
- Ihr Magnesiumgehalt ist doppelt so hoch wie der von Nüssen, was ihn zu einem Booster für Knochenaufbau, Stoffwechsel, Gehirn- und Herzgesundheit macht.
- Die hübsch gebräunte Bohne entspannt Muskeln und Sehnen und vertreibt Kopfweh.
Fazit über das Seelenfutter

Mehr Wirkung geht kaum: Gesundheitsbooster, Zungenschmeichler und Seelenfutter.
Heute wird das Kultgetränk der präkolumbischen Völker in seiner Originalvariante in den Cafés und Genuss-Kultstätten moderner Metropolen begeistert getrunken.
Seine Grundzutat gibt Schokolade-Kaiserschmarrn, Palatschinken mit Kakao, Schokohörnchen, Schokobusserl und Schokoschaumrollen die verführerisch-beglückende Geschmacksnote.