Grenadiermarsch
Grenadiermarsch ist das perfekte Rezept, um Essensreste vom Vortag zu verwerten. Fleisch- oder Wurstreste werden mit Nudeln und Kartoffeln gebraten.

Zutaten für 4 PortionPortionen
| 1 | EL | Schnittlauch (fein geschnitten) |
| 1 | Prise | Salz |
| 300 | g | Fleisch- oder Wurstreste |
| 2 | EL | Fett oder Öl (zum Anbraten) |
| 1 | Stk | Zwiebel |
| 200 | g | Nudeln (nach Belieben) |
| 300 | g | Kartoffeln |
| 1 | Prise | Pfeffer |
| 1 | Prise | Majoran |
Weitere Rezeptideen
Zeit
35 Min. Gesamtzeit 10 Min. Zubereitungszeit 25 Min. Koch & RuhezeitZubereitung
Schritt 1
Das Grenadiermarsch Rezept ist ein Gericht der österreichischen und ungarischen Küche und galt damals als Arme-Leute-Essen, da man darin sehr gut Speisereste verwenden kann.
Schritt 2
Dazu die Kartoffeln mit der Schale bissfest kochen - oder es werden übrig gebliebene Kartoffeln vom Vortag verwendet. Die gekochten Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.
Schritt 3
Anschließend die Nudeln in Salzwasser bissfest (al dente) kochen, durch ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Alternativ können übrig gebliebene Nudelreste vom Vortag verwendet werden.
Schritt 4
Danach die Fleisch- und/oder Wurstreste sowie die Zwiebel klein schneiden.
Schritt 5
Etwas Fett in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Die Fleisch- oder Wurstreste sowie Kartoffeln und Nudeln hinzugeben und alles gut anbraten.
Schritt 6
Das Gericht mit Salz, Pfeffer und Majoran nach Belieben würzen und mit Schnittlauch bestreuen.
Tipps zum Rezept
- Wer möchte, kann noch zwei versprudelte Eier über den Grenadiermarsch gießen und mit anbraten!
- Besonders Bratenreste schmecken sehr köstlich in einem Grenadiermarsch. Wenn noch Bratensaft vorhanden sein sollte, kann man auch diesen dazu reichen.
- Für die vegetarische Variante kann man die Wurst- bzw. Fleischreste auch weglassen.
- Zum Grenadiermarsch passt am besten ein grüner Salat mit Kürbiskernöl-Dressing.
Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mir zu gut bin für Restlessen, aber mir ist echt lieber, wenn es sehr simpel (und vegetarisch) ist.
Speckknödel habe ich auch gefürchtet - und ganze Stunden lang vor einem Teller verbracht, den ich aufessen musste. Brrrrr.
An sich sind Speisereste das, was auf den nicht-ganz-leeren Tellern nach der Orgie liegenbleibt: Kruspeln und Knochen des Hühnchens, das Gerippe samt Flossen des Bratfischs, der Stängel vom Paprika, usw.
Das alles mag ich nicht im Grenadierarsch.
Die andere Seite der Janusgestalt offenbart sich der Bemerkung: "und galt damals als Arme-Leute-Essen, da man darin sehr gut Speisereste verwenden kann." =====>
Bei den armen Leuten gibt es möglicherweise Speisereste auf den Tellern, aber nicht die offenbar gemeinten Essensreste vom Vortag. Die futtern alles auf, was weniger hart ist als der Stiftzahn der Haubenköchin.
Daher mussten die Armen sämtliche Zutaten einkaufen oder ... naja ... stehlen.
Nicht zuletzt weil Gegartes länger hält als Rohes, man aber Vorratshaltung kannte und nicht einfach wie ein Vieh Alles sofort verschlang.
Ist ein typisch Restlessen